Jahresberichte
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2010
Auch in diesem Jahr hat der Verein “Mutter Theresa“ viele Projekte in verschiedenen Ländern der Welt realisiert. Gestützt auf die grundlegenden Prinzipien der Mutter Theresa und unsere Kriterien konnten wir dazu beigetragen, dass diejenigen unterstützt wurden, welche am dringendsten unsere Hilfe brauchen. Es wurden vor allem Projekte im Bereich der Unterbringung, Nahrung, materielle Hilfe und medizinische Versorgung realisiert.
Im Jahr 2010 wurden folgende Projekte realisiert:
Indien
Ø In Delhi wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verein Jayaho unter der Führung von Frau Pia Schmid fortgesetzt. Wir unterstützten den Nachhilfeunterricht für Slumkinder und kranke Kinder, welche nicht eine öffentliche Schule besuchen können oder dürfen.
Ø In Kalkutta haben wir weiterhin die Verpflegung und die Kleidung der Kinder eines Waisenhauses übernommen. In diesem leben mehr als vierzig Kinder.
Ø In Zusammenarbeit mit dem Verein Qetenalaya und Pfarrer Sabu halfen wir einer siebenköpfigen Familie, welche bei einem Unfall das Familienoberhaupt und damit den Ernährer verlor. Dieser Familie helfen wir mit der Errichtung einer Unterkunft sowie mit Nahrungs- und Hygieneartikeln.
Uganda
Ø In Uganda hilft der Verein weiterhin mit Projekten, welche Lebensmittel und sonstige essentielle Artikel für den Lebensunterhalt bereitstellen. Im Zusammenhang damit wurde auch Nahrung für Schüler/innen an zwei Grundschulen in der Region Rushooka und Rwentobo finanziert. Dies half Schülern, welche aufgrund ihrer extremen Armut nicht in der Lage waren, die Kosten für ihr Essen selber zu übernehmen.
Palästina
Ø In Palästina hilft der Verein weiterhin im Kinderkrankenhaus in Bethlehem, indem Lebensmittel und Hygieneartikel finanziert werden.
Pakistan
Ø Wegen der Naturkatastrophe (Überschwemmungen), hat der Verein finanzielle und materielle Mittel zur Verfügung gestellt.
Haiti
Ø Wegen der Naturkatastrophe (Erdbeben) hat der Verein finanzielle und materielle Mittel bereitgestellt, um bei der Ernährung der betroffenen zu helfen.
Chile
Ø Wegen der Naturkatastrophe (Erdbeben) hat der Verein finanzielle und materielle Mittel bereitgestellt, um bei der Ernährung der betroffenen zu helfen.
Mazedonien
Ø In diesem Land hilft der Verein mit zwei Projekten, einem Projekt im Bereich Lebensmittel und einem für die medizinische Versorgung. Diese Hilfe kommt vor allem Familien zuteil, welche in hügeligen und abgelegenen Gebieten leben, die im Winter vom Rest der Welt getrennt sind.
Ø zwei Patienten wurden Medikamente zur Verfügung gestellt.
Albanien
Ø In diesem Land setzt der Verein das Projekt in Zusammenarbeit mit "der albanischen Children Foundation" mit Sitz in Tirana fort. Diese Stiftung, welche sich für Waisenkinder einsetzt, wird von unserem Verein mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln unterstützt, wobei auch die Gastfamilien, welche die Kinder aufgenommen haben, unterstützt werden. Im Falle der Überschwemmungen im Norden des Landes stellte der Verein wiederum materielle Mittel für die Nothilfe zur Verfügung.
Kosovo
Ø Kosovo ist nach wie vor eines der ärmsten Länder Europas und wurde vom Verein auch nach dem Krieg weiterhin unterstützt. Der Vorsitz des Vereins überprüft in Zusammenarbeit mit Partnern und verschiedenen humanitären Vereinen die schlimmsten Fälle von Sozialhilfe und unterstützt diese. Priorität dabei hatte wiederum das Bauprojekt, in welchem sechs Häuser gebaut werden konnten und bei der Renovierung von zwei weiteren Häusern Unterstützung geleistet wurde. Dabei wurde Grossfamilien mit behinderten Kindern Vorrang gegeben, welche zuvor in Zelten und Baracken untergebracht waren.
Ø Ausserdem wurde vielen notleidenden Familien mit Nahrungsmitteln und Hygieneprodukten geholfen, die grundlegendsten Bedürfnisse abzudecken. Dies geschah im Zusammenhang mit dem Projekt Sicherheitsnetz, welches über hundert Familien über eine begrenzte Zeit mit Lebensmitteln versorgt. Ausserdem wurde kranken Menschen bei der Beschaffung von Medikamenten und der Finanzierung von lebensnotwendigen Operationen geholfen. Die meisten dieser Projekte werden von Organisationen im Kosovo, mit welchen unser Verein arbeitet, umgesetzt, während andere Projekte von Vorstands- und Vereinsmitgliedern durchgeführt werden.
Schweiz
Ø Am 18 September 2010, aus Anlass des 100sten Geburtstags von Mutter Theresa organisierte der Verein in Zusammenarbeit mit der katholischen Mission ein Symposium, wo über das Leben und den Einfluss von Mutter Theresa informiert und debattiert wurde.
Ø Am 2010.09.10 organisierte unser Verein eine Standaktion in Luzern, wo die Bevölkerung über die Aktivitäten unseres Vereins informiert wurde. Der Anlass war ein voller Erfolg.
Ø In diesem Jahr organisierten wir zwei weitere Aktionen – ein humanitäres Konzert und ein Fussballturnier – welche zur Beschaffung von Mitteln für die Hilfe in Shkodra (Nordalbanien) dienten. Beide Aktionen dürfen wir nicht nur im Zusammenhang mit den gesammelten Mitteln, sondern auch in Hinblick auf die Solidarität mit den Notleidenden als grossen Erfolg werten.
Am 08.05.2010 fand die jährliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt:
1. Begrüssung
2. Auswahl der Stimmenzähler und des Protokollführers
3. Genehmigung des Protokolls der letzten GV
4. Tätigkeitsbericht und Jahresabschluss 2009
5. Bericht des Rechnungsführers über den Jahresabschluss 2009
6. Revisorenbericht
7. Vorgeschlagene Projekte und Budget für 2010
8. Ehrungen, Auszeichnungen
9. Verschiedenes (Erklärungen, Informationen, Beratung, etc.)
Alle Tagesordnungspunkte wurden diskutiert und einstimmig von den anwesenden Delegierten genehmigt.
Wir danken den Spendern und den Mitgliedern des Vereins, welche durch ihre grosszügige Hilfe unsere Tätigkeiten ermöglichen und hoffen, dass diese die Aktivitäten des Vereins auch in Zukunft unterstützen.
Für weitere Informationen über Projekte und Aktivitäten des Vereins zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir informieren Sie gerne. Ausserdem finden Sie weitere Angaben zu uns und unseren Aktivitäten unter www.mutter-theresa.ch.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2011
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2009
Auch dieses Jahr hat der Verein “Mutter Theresa – HWV Schweiz“ zahlreiche Projekte in verschiedenen Ländern der Welt durchgeführt. Gestützt auf unsere Statuten und Kriterien hat unser Verein diejenigen unterstützt, die unsere Hilfe am meisten benötigen. Das Jahr 2009 war vor allem durch Projekte im Bereich der Unterkunft, Verpflegung, materielle Hilfe und medizinische Versorgung geprägt. Im vergangen Jahr konnten aufgrund der tollen Unterstützung von vielen Freiwilligen “Anpackern“ und Spendern folgende Projekte realisiert werden:
Indien
Ø In Zusammenarbeit mir Frau Schmid haben wir den Nachhilfeunterricht für Slumkinder unterstützt. Wir bieten Kindern im Slum die Gelegenheit, Ihre dürftigen Kenntnisse und Fähigkeiten aus der öffentlichen Schule mit gezieltem Nachhilfeunterricht zu festigen und zu ergänzen.
Ø In Zusammenarbeit mit dem humanitären Verein “Chetenalaya“ und unserer Kontaktperson in Delhi, Pfarrer Sabu, unterstützen wir ein Waisenhaus. In diesem Waisenhaus leben mehr als vierzig Kinder und unser Verein finanziert ein Jahr lang die Verpflegung und die Kleidung für diese Waisenkinder. Dieses Projekt hat Ende Dezember 2009 begonnen und wird auch im Jahr 2010 fortgesetzt.
Uganda
Ø In Uganda haben wir das Bau-Projekt zugunsten Obdachloser, welches wir im vergangenen Jahr begonnen haben, fortgesetzt. Im Vorfeld konnten wir uns anlässlich eines Besuches von der Notwendigkeit dieser Arbeit überzeugen. Im 2009 erstellten wir weitere fünf Häuser für besonders bedürftige Familien mit vielen, teilweise kranken, Kindern.
Kenia
Ø Auch in diesem armen Teil von Afrika haben wir ein Projekt, das auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Im Jahre 2009 erstellten wir in einem ersten Schritt einen Brunnen für Sylejman Song „Tony“, welcher in Majaoni Strassenkinder bei sich aufnimmt. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis „Kudzetcha“ konnte dieses Projekt in Angriff genommen werden. In einem nächsten Schritt wollen wir dazu beitragen, ein Zentrum für die Ausbildung der Strassenkinder zu erstellen.
Albanien
Ø Auch in diesem Land hatten wir einige Hilfsprojekte, in welchen wir Medikamente und Hilfsgüter zur Verfügung stellten. Wir unterstützten die Radiostation „Radio Maria“ in Shkodra weiter. Ausserdem leisteten wir materielle Hilfe für die Ausführung einer Operation bei einem bedürftigen Patienten.
Ø Ein weiteres Projekt fand in Zusammenarbeit mit der albanischen Children Foundation mit Sitz in Tirana statt. Diese Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Waisenkindern ein. Wir unterstützten diese Stiftung materiell. Unsere Mittel wurden für Lebensmittel eingesetzt, welche den Waisenkindern und deren selbst ärmlichen Ersatzfamilien zugute kamen.
Kosovo
Ø Kosovo gehört zu den ärmsten Ländern Europas und die Folgen des Krieges sind noch immer spürbar. Auch dieses Jahr unterstützten wir die Menschen in diesem Land mit diversen Projekten. Während den Sommerferien besuchte der Vorstand einige Familien, welche Unterstützung beantragten. Dabei wurde klar, dass wir ein Bauprojekt für diese Leute prioritär behandeln wollten. Es wurden zehn Häuser gebaut und bei weiteren drei Häusern halfen wir bei der Renovierung. Priorität bei der Auswahl der zu unterstützenden Personen hatten kinderreiche Familien und Invalide, welche unter miserablen Bedingungen litten. Einige davon lebten zuvor längere Zeit in Zelten und notdürftigen Holzbaracken.
Ø Weiterhin unterstützten wir bedürftige Familien mit Lebensmitteln und weiteren Hilfsgütern. Ausserdem stellten wir für kranke Leute Medikamente zur Verfügung und finanzierten wichtige Operationen. Ein Teil dieser Projekte wurde von Helfern unseres Vereins vor Ort umgesetzt. Dabei wurden Angehörige der betroffenen Personen zur Hilfe herbeigezogen (Bauprojekt). Andere Projekte wurden unter ständiger Betreuung seitens des Vorstands selber umgesetzt.
Ø Der 5. September 2009 wäre der 100. Geburtstag von Mutter Theresa gewesen. An diesem wichtigen Tag entsandten wir einen LKW voll von medizinischen Hilfsgütern zum Krankenhaus in Gjakova. Dieses Projekt konnte nur in Zusammenarbeit mit Interbroc umgesetzt werden.
Schweiz
Am 06.06. 2009 fand unsere jährliche Generalversammlung statt, bei welcher auch der Vorstand neu gewählt wurde.
Der neue Vorstand besteht aus folgenden fünf Mitgliedern:
1. Kristo Tushi - Vorsitzender, Ibach SZ
2. Xhafer Zeqiri – Aktuar , Emmenbrücke LU
3. Daniel Rosaj - Kassier, Grosswangen LU
4. Llesh Duhanaj - Beisitzer, Wolhusen LU
5. Vlora Mulaj – Beisitzerin, Malters LU
Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nützen, uns bei allen Spendern und Vereinsmitgliedern zu bedanken, ohne welche wir diese Projekte nicht hätten durchführen können.
Falls Sie weitere Informationen zu den Projekten und Aktivitäten unseres Vereines wünschen, empfehlen wir Ihnen unsere Homepage www.mutter-theresa.ch Selbstverständlich dürfen Sie sich bei Fragen auch gerne direkt an uns wenden. Da wir ehrenamtlich arbeiten, sind wir Samstags zwischen 14:00 und 16:00 erreichbar.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2010
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2008
Afrika - Uganda
Ø Als international tätiger humanitärerer und wohltätiger Verein, hat der Vereinsvorstand mehrstimmig entschieden, das diesjährige grössere Projekt in Uganda zu realisieren. Damit die Hilfe zu den Ärmsten der Armen gelangt, haben der Vereinspräsident und eine Freiwillige sich direkt vor Ort ein Bild der Notwenigkeit unserer Hilfe gemacht. Nach der ersten Situationsanalyse, fiel sehr schnell die Entscheidung, die Hilfe in
Ernährung und Hygieneartikel zu leisten. Dabei wurden100 Familien mit Nahrung und Hygieneartikel für drei Monate gesichert. Durch den engen Kontakt zu den in Uganda tätigen Missionarinnen ist die Realisierung von zehn Häusern, für zum Teil minderjährige obdachlose Kinder, im Gange.
Kosova
Ø Auch für dieses Jahr wurden Projekte im ärmsten Land Europas geplant und durchgeführt. Nach zahlreichen schriftlichen Anfragen für Häuserbau, hat ein Vorstandsmitglied während seinem Aufenthalt in Kosova jede einzelne Familie besucht und ein Bild der Notwendigkeit gemacht. Schlussendlich hat sich der Vorstand für die 9 härtesten Fälle entschieden ein Haus zu bauen. Weiteren fünf Familien wird eine Teilfinanzierung gewährt, damit das Wohnen im Gegensatz zu den aktuellen Verhältnissen menschlich bzw. möglich wird.
Indien
Ø In Indien haben wir uns entschieden, dieses Jahr den Schülern zu dienen, deren grösster Wunsch ist, eine Schulbank besetzen zu dürfen. Dazu kurz die Vorgeschichte: Vor drei Jahren haben wir in Indien eine Schule gebaut. Da nun die Nachfrage für Schulbesuche, gemäss unseren dort lebenden Kontaktpersonen, so sehr gestiegen ist, sind wir zum Entschluss gekommen, dieses damals gebaute Schulgebäude auszubauen und somit kostensparend zusätzliche Räumlichkeiten verschaffen. Die Projektrealisierung ist in vollem Gange.
Albanien
Ø Nach der diesjährigen Explosion im Munitionslager in Gerdec haben wir Soforthilfe für die hilfslosen Menschen in den zerstörten Dörfern geleistet.
Schweiz
Ø An der GV 2008 wurde entschieden, einen Dokumentarfilm über Mutter Theres zu produzieren. Dieser Film konnte erfolgreich fertig gestellt werden und ist über den Verein Mutter Theresa HWV Schweiz zu beziehen (vorläufig nur in Albanisch).
Der HWV Schweiz erntet besondere Achtung für seine ausschliesslich ehrenamtliche Tätigkeit professioneller und humaner Art. Humanitäre und wohltätige Aktionen und Projekte zur Unterstützung Notleidender sowie Betreuung dieser Leidenden sind unsere Hauptzwecke des Engagements.
Dank Spender, Mietgliedern können wir unsere humanitäre Aktivität fortführen d.h. wir sind stets auf Spender angewiesen.
Wir Bendanken uns ganz herzlich für Ihre Bemühungen und hoffen Ihnen gedient zu haben.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2009
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2007
Das vergangene Jahr war vor allem durch viele Häuserbauten für obdachlose Familien geprägt. Jedes einzelne Lächeln der Begünstigten motiviert uns und schöpft uns Kraft, mit unserer Arbeit noch mehreren Menschen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.
Kosova
Ø Bei der Projektplanung hatten wir uns entschieden, zehn Häuser im ganzen Kosova für Familien, meist mit Kleinkindern, die kein Dach über dem Kopf hatten zu bauen. Während der Projektrealisierung sind wir jedoch auf mehrere Härtefälle aufmerksam gemacht worden, wobei wir spontan entschieden haben, anstatt den vorerst zehn Familien noch zehn weiteren Obdachlosenfamilien ein dichtes Dach über dem Kopf, vor Eintreffen des kalten Winters, zu schenken.
Ø Weiter haben wir auch Einzelpersonen in schwierigen Lebensphasen unterstützt. Darunter waren Personen mit schweren Krankheitsleiden, welchen wir die Operation bzw. Medikamente finanziert haben.
Indien
Ø Auch in Indien zählen zahlreiche Menschen auf unsere Hilfe. In Dehli haben wir ebenfalls zehn Familien je ein Haus gebaut. Die reibungslose Realisierung dieses Projektes danken wir auch unseren Kontaktperson, dem Pfarrer Sabu und der ehrenamtlich tätigen Frau Schmid.
Albanien
Ø Auch in Albanien haben wir ein Haus für eine Familien in einer sehr schockierenden Lebenssituation gebaut. Weiter haben wir Familien in Not durch diverse Spenden unterstützt.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2008
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2006
Auch in diesem Jahr hat der HWV Mutter Theresa Schweiz seine Tätigkeit für arme und notleidende Menschen in verschiedenen Ländern der Welt fortgeführt.
Für den humanitären wohltätigen Verein “Mutter Theresa“ – Schweiz war auch das Jahr 2006 geprägt durch viele Aktivitäten. In diesem Jahr konnte der Verein dank der Spender und der vielen gutwilligen Menschen im Dienst der Armen und Bedürftigen eine grosse Arbeit leisten. Wir möchten festhalten, dass ohne diese Mitarbeiter und engagierten Helfer solche Projekte nicht realisiert werden könnten.
Unserem Verein ist es sehr wichtig, bei unserer Arbeit prinzipiell auf absolute Transparenz zu setzen. Wir sind stets um Kostenreduktion und gleichzeitiger Beibehaltung einer sinnvollen Projektqualität bemüht, denn unser Ziel ist eine möglichst effiziente Unterstützung der Projekte, die meistens ohnehin aus knappen Mitteln finanziert werden. Die ständige Suche nach kostengünstigen Lösungen ist daher ein Basisbestandteil unserer Arbeitsweise. Es ist uns ein grosses Anliegen, gutwillige Menschen für unsere humanitären und wohltätigen Tätigkeiten zu sensibilisieren, indem wir unsere Arbeit und Projekte für unseren Verein sprechen lassen. Das Internet bietet eine hervorragende Plattform für uns und ist zudem auch sehr kostengünstig. Unsere Praxis hat sich bewährt, da alle unsere Projekte, welche wir weltweit mit der freiwilligen Unterstützung dieser gütigen Menschen durchgeführt haben auch ohne grosse Mengen an Papier realisiert werden konnten. Wir verstehen uns als eine Brücke zwischen arm und reich und sind auf aktive und freiwillige Mitarbeiter, welche ihre Arbeit ehrenamtlich machen, angewiesen.
Für die Anzahl und Qualität der getätigten Projekte einmalig dürfte die zu 95% ehrenamtlich ausgeführte Arbeit sein.
Anderen, die in Not sind, helfen. Egal, aus welchem sozialem Milieu sie kommen, welchen Glauben sie haben und ob sie eine andere Hautfarbe haben als wir. Das ist unser Wunsch. Es ist ausschließlich eine Herzensmotivation, welche unsere humanitäre und wohltätige Arbeit charakterisiert. Auch im Jahr 2006 konnten wir mithelfen, gute Projekte weltweit umzusetzen, auf die wir stolz sein können.
Das Vereinsjahr lässt sich durch folgende Aktivitäten zusammenfassen:
Symbolstatue für Frieden in Manchester
In Zusammenarbeit mit Herrn Osman Caka, einem sehr berühmten Aktivisten, wurde am 26. Oktober 2007 in Manchester eine Statue als Symbol für den Frieden eingeweiht. Die Enthüllung fand im Beisein von uns und vielen Politikern, die unser Anliegen teilen, statt. Denn nicht nur die direkte finanzielle Hilfe an Betroffene, sondern auch die Sensibilisierung der Menschen, wie auch die Erinnerung an die Taten unserer
Namensgeberin liegen uns sehr am Herzen.
Indien
Anfangs Oktober 2006 reisten die Vorstandsmitglieder/Projektbetreuer Mergim Balaj und Llesh Duhanaj nach Indien. Das wichtigste Ziel dieser Reise war der Besuch und die Kontrolle der bisher getätigten Projekte in Delhi und das Sondieren neuer möglicher Projekte und Partner in Delhi und Umgebung, sowie der Besuch der Missionarinnen der Nächstenliebe in Kalkutta.
Nachhilfeunterricht für Slumkinder: Wir bieten Kindern im Slum die Gelegenheit, ihre dürftigen Kenntnisse und Fähigkeiten aus der öffentlichen Schule mit gezieltem Nachhilfeunterricht zu festigen und zu ergänzen. Mit einer soliden Bildung und einem guten Schulabschluss vergrössert sich die Aussicht auf eine Arbeitsstelle. Zudem können sich die Kinder später im harten, indischen Alltag besser behaupten und werden weniger ausgenutzt. Folgende erste Unterrichtsziele sind mit allen Kindern anzustreben:
- mindestens Lesen und Schreiben in Hindi
- Nachhilfe bei Schulaufgaben mit dem Ziel, bei Prüfungen in der öffentlichen
Schule gute Noten zu erzielen
- Chancen für Berufsausbildung abklären
- Fördern von Begabungen
- Selbstvertrauen aufbauen und Verantwortung wahrnehmen
- Gesundheitserziehung
Weil die Kinder oftmals knapp oder zu wenig zu essen haben, bekommen sie täglich eine kleine Zwischenmahlzeit als Ergänzung. Da die Schulbildung grundsätzlich Aufgabe des Staates wäre, werden die Eltern dazu angehalten, ihre Kinder sauber anzuziehen und in die öffentliche Schule zu schicken. Der Nachhilfeunterricht ist nicht als Alternative zur öffentlichen Schule vorgesehen, sondern als Ergänzung.
Situation
Dieses Projekt wird seit drei Jahren in Zusammenarbeit mit unserer Kontaktperson Pia Schmid finanziell unterstützt. In Khora (Gegend, in welcher Leute mit sehr tiefem Einkommen leben) und Ghazipur-Dairy-Farm-Slum starteten wir im Jahr 2003 mit der finanziellen Unterstützung des Nachhilfeunterrichts, da in beiden Gebieten viele Kinder dringend Hilfe brauchen. Häufig müssen diese Kinder für den Unterhalt der Familie mitarbeiten, so dass für den Besuch der öffentlichen Schule keine Zeit mehr bleibt. Inzwischen betreuen wir vier Klassen, in denen 121 SchülerInnen den Nachhilfeunterricht besuchen.
Khora ist ein grosses Einzugsgebiet und auch in Dairy Farm hat es über 300 Kinder, die gerne den Unterricht besuchen möchten. Wir wurden vom Slum angefragt, ob wir nicht eine Schule einrichten könnten. Dies übersteigt jedoch unsere Möglichkeiten. Wir forderten deshalb die Bewohner auf, ihre Kinder sauber anzuziehen und in die öffentliche Schule zu schicken. Als Unterstützung können wir bisher leider nur die Finanzierung des Nachhilfeunterrichts anbieten.
In Indien hat es in den öffentlichen Schulen so viele Kinder, dass die einzelnen SchülerInnen nicht viel profitieren. Die vom Staat angestellten Lehrpersonen kassieren einen sehr guten Lohn, obwohl sie ihre Verantwortung den Kindern gegenüber kaum wahrnehmen und schlecht unterrichten, was wir während unseres Besuches in diesen Gegenden sehr gut beobachten konnten. Wenn die Kinder nicht nebenher Nachhilfeunterricht bekommen, sind sie bei den Hausaufgaben und Prüfungen überfordert. Ohne gute Schulung haben die Kinder später jedoch kaum eine Chance, Arbeit zu finden.
Vorgehen
Der Nachhilfeunterricht findet an beiden Orten statt. Am Morgen unterrichten täglich Riksha und Santos zwei Stunden in Khora, am Nachmittag unterrichten Ritu und Rajander täglich drei Stunden im Ghazipur-Dairy-Farm-Slum.
Suneli besucht zwei Mal im Monat als Supervisorin den Unterricht, unterstützt dabei die Lehrerin bei ihrer Arbeit und überwacht das Einhalten der angestrebten Unterrichtsziele. Weil noch sehr viele Kinder dringend auf Bildung angewiesen wären und begeistert eine Schule besuchen und auch effektiv etwas lernen würden, möchten wir den Nachhilfeunterricht in Zukunft ausbauen, um mehr Kindern eine Chance zu geben.
Eindrücke während unseres Besuchs
Die SchülerInnen kommen sehr gerne in den Nachhilfeunterricht. Sie sind stolz auf ihre „Schule“ und machen mit Begeisterung mit. Die Lehrer verstehen es, den kleinen Raum optimal auszunutzen, obwohl man ganz klar sagen muss, dass die Unterrichtsräume im Ghazipur-Dairy-Farm-Slum sehr klein sind. Riksha und Santos führen mit den Kindern zur Auflockerung Kreisspiele und kleine Tänze durch. Sie können gut auf die Kinder eingehen und begegnen ihnen mit Geduld und Liebe, fordern aber in einem guten Mass auch Disziplin und Gehorsam. Während des Unterrichts herrscht eine entspannte, ruhige Atmosphäre. Wir brachten den Kindern Bleistifte, Farbstifte und einen Fussball mit.
Schule für Kinder leprakranker Eltern
Die Vorstandsmitglieder Mergim Balaj und Llesh Duhanaj besuchten natürlich auch die Schule für Kinder leprakranker Eltern, deren Errichtung der HWV bereits im Januar 06 nach den detaillierten Informationen durch Pfarrer Sabu zugestimmt hatte.
Pfarrer Sabu zeigte Llesh Duhanaj und Mergim Balaj die Buchhaltung, in der die gesamten Ausgaben des Projekts aufgelistet waren.
Im September 2006, nur 8 Monate nachdem das Projekt gestartet war, wurde die Schule für Kinder von Leprakranken eröffnet. Die Kinder freuen sich sehr über ihre neue Schule. Grössere und mehr Klassenräume führen zu kleineren Klassen und dadurch zu einer besseren Unterrichtsqualität. Neue Schreibtische, Schulbänke und anständig eingerichtete Klassenzimmer führen dazu, dass sich die Kinder sehr auf die Schule freuen.
Die Kinder überreichten den HWV-Vorstandsmitgliedern Mergim Balaj und Llesh Duhanaj schöne Blumen als kleines Dankeschön für die neue Schule und die neuen Schulmaterialien, die sie aus der Schweiz bekommen hatten.
Die Schule verfügt auch über einen hauseigenen Kindergarten, den sich die Vorstandsmitglieder des HWV ebenfalls persönlich angesehen haben.
Chetenalaya
Weiter konnten wir den Hauptsitz des humanitären Vereins Chetenalaya besuchen und uns mit dem Direktor des Vereins, Father Susai unterhalten. Father Susai informierte uns sehr differenziert über die Tätigkeiten des Chetenalay und wir hatten das Vergnügen, einige Projekte in den Slums von Dehli zu besuchen. Es war ein besonderes Erlebnis zu sehen, wie wirksam und effizient Chetenalaya arbeitet. Auf eindrückliche Art und Weise wurde uns die Struktur und Arbeitsweise vorgestellt. Chetenalaya arbeitet teilweise auch mit Mikrokrediten als Hilfe zur Selbsthilfe, dies vor allem in den Slums. Dies ist jedoch lediglich einer von vielen Aspekten. So unterstützten wir finanziell auch gewisse Projekte, die wir zuvor persönlich in Augenschein nehmen konnten. Ausserdem sicherten wir weitere Zusammenarbeit zu und unterstützen seither weitere Projekte, z.B. ein Nahrungs-Projekt für ein Jahr für 200 Kinder in einem Zentrum, welches wir zuvor besucht hatten. Dies war ein für uns relativ bescheidener finanzieller Beitrag, der für die Betroffenen jedoch eine deutliche Verbesserung der Lebensumstände ausmacht. Für die Zukunft erhoffen wir uns eine weitere Zusammenarbeit im Dienste der Armen.
Besuch bei den Mutter Theresa Missionarinnen der Nächstenliebe
Nach Delhi besuchten wir auch noch Kalkutta bzw. die Missionarinnen der Nächstenliebe und unterstützten sie mit einem finanziellen Beitrag. Wir besuchten das bekannte "Mutterhaus", das erste Haus des Ordens. Hier lebte Mutter Theresa selber und hier ist auch ihr Grab.
Während unseres Aufenthaltes in Kalkutta halfen die Vorstandsmitglieder drei Tage in Prem-Dan mit, wo geistig und körperlich behinderte Kinder leben.
Bauprojekt Kosova
Wie bereits in den vergangenen Jahren konnten wir auch im Jahr 2006 durch verschiedene Projekte denjenigen helfen, welche unsere Hilfe am meisten benötigten. Es ist uns bewusst, dass die Bedürfnisse gross sind und selbstverständlich nicht alle durch unsere Mittel gestillt werden können, daher nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch, gute Projekte nach fairen Kriterien zu selektieren, und diese dann zu unterstützen. Dafür braucht es einen starken Willen und engagierte Arbeit, damit wir alles sehr genau analysieren können und darauf aufbauend unser bestmöglichstes beisteuern können.
Im Jahr 2006 war das Bauprojekt in Kosova unsere Priorität. Wenn die Frage gestellt wird, weshalb wir ein Bauprojekt als so wichtig erachten, dass wir unseren Fokus darauf ausrichten, gibt es eine einfache Antwort: Indem wir Menschen eine sichere Unterkunft bieten, helfen wir Ihnen, den Kopf freizubekommen, um ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können. Wenn wir das sagen, dann muss man sich vor Augen führen, dass die Häuser dieser Menschen während des Krieges zu Ruinen wurden; heute, sieben Jahre später, leben viele Menschen noch immer in einer Weise, welche die Würde der Familie und des Menschen beleidigt. Häufig dient nur ein Bretterverschlag als notdürftige Unterkunft, welcher weder Wärme noch wirklichen Schutz vor dem Wetter bietet.
Im Juni 06 reiste der Vereinspräsident nach Kosova, um sich vor Ort ein Bild von diesen obdachlosen Familien zu machen. Dort wurde er von Mitgliedern des Muttervereins begleitet. Gemeinsam identifizierten sie Familien, welche unter extremster Armut leben müssen und eine solide Unterkunft am nötigsten haben. Nach der Rückreise wurden die Vorstandsmitglieder durch den Vereinspräsidenten sehr ausführlich über die Reise und Situation dieser Familien informiert, so dass der Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Mutterverein in Pristina sich für die Unterstützung der folgenden Familien entschied:
1. Dibran Dibrani, Mitrovice
2. Mustafe Berisha, Skenderaj
3. Hetem Bytyqi, Peje
4. Pashke Dedaj, Peje
5. Magbute Rizahu, F. Kosove
6. Kushtrim Sylejmani, Prishtina
7. Hajrullah Surkishi, Podujeve
8. Elife Isufi, Ferizaj
9. Elvete Gjumshit, Prizren
10. Halja Domgjoni, Prizren
11. Ymer Gashi, Suhareke
12. Tome Oroshi, Kline
Dieses Projekt dauerte von Juli 06 bis Ende September 06. Der HWV-Schweiz stellte das Material zur Verfügung und der Mutterverein in Prishtina realisierte die Häuser. Bei diesem Projekt haben zahlreiche Nachbarn die jeweiligen Betroffenen unterstützt; bei diesen möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Über dieses Projekt berichteten auch diverse Medien wie Radio und Fernsehen (Zeri i Dites, Bota Sot, RTK, TV Mitrovica usw.). Dies begrüssen wir sehr, nicht aus Eitelkeit, sondern da somit die breite Öffentlichkeit unseren Verein und seine Arbeit kennen lernten. Dadurch erhoffen wir uns Sensibilisierung der Öffentlichkeit und damit allenfalls weitere Spender – denn ohne Spender fehlen uns die Mittel, um auch in Zukunft Hilfe zu leisten.
Nahrungsprojekt Kosova
Ein unvorhergesehnes Projekt, welches für uns überraschend kam, war das Nahrungsprojekt in Kosova. Von einem grosszügigen, anonymen Spender erhielten wir eine grossen Betrag als finanzielle Unterstützung mit dem Ziel, den Hunger in Kosova zu bekämpfen. Wir wissen bis heute nicht, wer der Spender ist, bei dem wir uns aber ganz zumindest hierherzlich bedanken möchten, denn ohne dessen Hilfe hätte dieses Projekt nicht realisiert werden können.
Um dieses Projekt so gut wie möglich realisieren zu können reisten im Oktober 06 der Präsident, Pjetar Gjonaj, der Pfarrer, Don Marjan Demaj (Berater des HWV) und der berühmte albanische Journalist, Ismet Rashiti, nach Prishtina. Nach der Rückreise und ausführlicher Berichterstattung der Delegation entschieden wir uns, während drei Monaten 1880 Personen mit dringend benötigten Lebensmittel und Haushaltsartikeln zu versorgen, damit diese den Winter einigermassen überstehen konnten. Die Koordination bedingte eine effiziente und gute Zusammenarbeit mit dem Mutterverein in Prishtina, und es verlief alles zu unserer vollsten Zufriedenheit. Hoffentlich konnten wir so auch unserem gutwilligen Spender und dieser wunderbaren Idee gerecht werden. Dieses Projekt begann im Oktober und dauerte bis Ende Dezember. Bei dieser Gelegenheit drehte Herr Ismet Rashiti einen einstündigen Film über den Verein mit den diversen karitativen Aktivitäten in Kosovo, sodass später eine Sendung über den HWV-Schweiz auf dem kosovarischen Fernsehkanal RTK übertragen werden konnte. Dieser Film wurde gratis gemacht und hatte eine sehr positive Resonanz bei der Bevölkerung in Kosova und ausserhalb des Kosova. Wir wollen uns ganz herzlich bei Herrn Rashiti bedanken für die Realisierung dieses Filmes. Ganz besonders auch deswegen, weil wir aufgrund unserer Philosophie selber sozusagen keine Werbung machen, um die finanziellen Mittel möglichst vollständig den Bedürftigen zukommen zu lassen.
Projekt Handicap Kosova
Bei diesem Projekt unterstützten wir den Verein Handicap Kosova für behinderte Mitmenschen finanziell. Dabei ging es auch um eine wöchentliche Sendung auf Radio Blue Sky, in der diese Mitmenschen von ihrem Alltag und ihren Sorgen berichten, und ihre Anliegen kundtun konnten. Diese Sendung führte zu einem Echo aus der Bevölkerung, welche sich aktiv an Lösungsansätzen beteiligten. Am Ende der Sendung wiesen sie jeweils auf unseren Verein als Unterstützer hin.
Projekt in Albanien
Ein Mitglied des Vereins, Xhafer Zeqiri, reiste im Dezember 2005 nach Lezhe und machte sich ein Bild des Unwetters, welches Albanien kurz davor traf. Dabei unterstützen wir zusammen mit anderen Hilfswerken den Bau von Infrastruktur, welche bei zukünftigen Unwettern den Schaden für die historische Stadt und die Bevölkerung verhindern oder zumindest vermindern helfen soll.
Schweiz Tag der Völker
Anlässlich des Festes Tag der Völker, welches mit verschiedenen Migranten organisiert wird und inzwischen ein Traditionsfest in der Schweiz geworden ist, gab uns der Pfarrer der Hofkirche die Möglichkeit, am Abend des 11. November 2006 unseren Verein vorzustellen, wo wir die Arbeit des Vereins detailliert präsentieren konnten. An dieser Veranstaltung trafen wir viele interessierte Teilnehmer. Solche Anlässe sind stets eine gute Plattform, Menschen zu sensibilisieren und auf uns aufmerksam zu machen, ohne finanzielle Mittel zweckentfremdet einsetzen zu müssen.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2007
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2004
Für den humanitären wohltätigen Verein “Mutter Theresa“ – Schweiz war auch das Jahr 2004 geprägt durch viele Aktivitäten. Es wurden viele kleinere und grössere Projekte im Dienst der Armen und Bedürftigen realisiert.
Das Vereinsjahr lässt sich durch folgende Aktivitäten zusammenfassen:
Im März fand eine Informationsveranstaltung für Interessierte statt, bei der die Arbeit des Vereins detailliert präsentiert wurde. An dieser Veranstaltung nahmen sehr viele Interessenten, sowie Vertreter des Muttervereins aus Prishtina teil.
Im April unterstützte der Verein Hajrie Bytyqis Familie aus Zllapushan (Therande), welche sich in einer bemitleidenswerten Lage befindet, mit einem Beitrag von Fr. 1000.--.
Im gleichen Monat wurde über ein ausgedehntes humanitäres Projekt in Sambia entschieden. Der Vereinspräsident Pjeter Gjonaj reiste persönlich in dieses weite und arme Land, wo er vom polnischen Missionar Pjoter Palowski empfangen wurde.Dieser besuchte mit unserem Präsidenten viele Orte und machte auf die Probleme der grossen Armut und des Elends aufmerksam.Der Besuch in Sambia dauerte eine Woche. Es wurden Schulen, Ambulanzen, Problemanhörungsmeetings mit Bedürftigen, arme Familien usw. besucht beziehungsweise durchgeführt. Die Missionarinnen der Nächstenliebe (Mutter Theresas Schwestern) wurden ebenfalls besucht und mit einem Beitrag von US $1000 unterstützt. Mit diesem Betrag wird ein Heims für rund 200 Schülern und ca. 100 Personen mit verschiedenen Krankheiten, wie Tuberkulose, Aids usw. vergrössert.
Weitere unterstützte Projekte in Sambia:
1. Erzdiozöse Lusaka: Gratis-Aids-Tests, welche in freiwilligen Projekten durchgeführt werden. Unser Beitrag betrug US $ 500.
2. Lubasi Unterkunft: Wird durch Schwester Sylvia des Ordens „Schwestern des Heiligen Geistes“ geleitet. Diese Bleibe bietet Wohnmöglichkeiten für Waisenkinder und Kinder, deren Eltern nicht für sie sorgen können. Der Grossteil der Kinder sind Waisen, deren Eltern an Aids gestorben sind. Zurzeit werden 19 Kinder beherbergt. Unser Ziel war es, das Heim so zu vergrössern, dass 60 Kinder aufgenommen werden können. Das Eintrittsalter der Kinder beträgt 6 bis 10 Jahren. Danach können sie aber im Heim bleiben, bis sie die obligatorische Schulzeit absolviert haben.
3. Kasisi Kinderheim: Liegt 37 km von Lusaka entfernt. Hier werden 230 Kinder beherbergt, davon 63 Kinder, welche an Aids erkrankt sind, darunter auch Kleinkinder, die mit Aids geboren wurden. Die Unterstützung für dieses Kinderheim betrug US $ 500.- welche hauptsächlich für Lebensmittel eingesetzt werden.
4. Hilfeleistungen in der Bildung: Für Mukobekos Stadtverwaltung. Mit unserem Beitrag von US $ 1500 wurde der Kauf des Gemeinde-Schulgebäudes möglich, welches zuvor eine alte Lagerhalle in desolatem Zustand gewesen war.
5. Hilfeleistung für Bauten: Drei einfache Häuser wurden für arme Familien gebaut , welche zusätzlich noch kranke/invalide Familienmitglieder hatten.
Folgende Familien wurden unterstützt:
- Familie Likulano im Dorf Sichili 700$
- Familie Emanuel Kalulu, Mukubeko 500$
- Familie John Luo, Mukubeko 500$
6. Wassertank: In Mukobeko wurde zusätzlich noch die Errichtung eines Wassertankes mit einem Beitrag von US $ 1000 unterstützt. Im weiteren leisteten wir Beiträge an viele weitere arme Familien und versorgten einige Jugendliche mit Schulmaterialien usw.
Bauprojekte Kosovo
Im Herbst unterstützten wir im Kosovo weitere Familien in extremer Armut, welche in improvisierte Hauser, Baracken oder Zelte lebten. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Mutterverein "SH.H.B.K Mutter Theresa“ in Prishtina realisiert. Fünf Familien wurden ausgesucht, welchen ein normales Leben in einem von uns errichteten Haus ermöglicht wurde.
Die Bauprojekte im Kosovo unterstützen vor allem Familien in extremer Armut und einer bemitleidenswerten Wohnsituation. Unser Verein besuchte mehrere Familien und entschied sich dann für die fünf Ärmsten.
Dies sind:
1. Naser Nezir Geci, Llausha Skenderaj
2. Skender Azemi, Pristina
3. Beçir Bala, Frasher Mitrovica
4. Xhevat Berisha, Sverka Peje
5. Hil Kolgjeraj, Zymi, Prizren
Die Gesamtsumme dieses Projektes betrug Fr. 55 000.-
Diverse Projekte
Anlässlich der Überschwemmungen in Haiti hat unser Verein durch Caritas International die Bevölkerung dort mit einem Beitrag von 1000.- Fr. unterstützt.
Unser Verein hat zusätzlich folgende Projekte mit Bargeld (1000.- Fr.) unterstützt. Suzana Istrefits Familie aus Pristina. Ebenfalls für den gleichen Betrag bezahlte der Verein den Rollstuhl für File Maksuti aus Vogova.
Der Verein hat weiter die Aktion der Caritas unterstützt “Hilfe für arme Familien des Kantons Luzern“ mit einem Beitrag von 300.- Fr.
Zum Schluss
In diesem Jahr konnte der Verein dank der Spender und der vielen gutwilligen Menschen im Dienst der Armen und Bedürftigten eine grosse Arbeit leisten. Wir möchten festhalten, dass ohne diese unsere Mitarbeiter und engagierten Helfer solche Projekte nicht realisiert werden könnten.
Wir bedanken uns deshalb ganz herzlich bei diesen wohltätigen Menschen und ersuchen sie, diese Arbeit auch zukünftig zu unterstützen, damit unser Verein weiterhin eine Brücke zwischen Wohltätigen und Notleidenden bilden kann.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2005
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2003
Auch in diesem Jahr hat der HWV Mutter Theresa Schweiz seine Tätigkeit für arme und notleidende Menschen in den verschiedenen Länder der Welt fortgeführt.
Anfangs Jahr reiste unser Präsident in den Kosovo. Er konnte damit einige minderbemittelte Familien im Gebiet von Gjakova und Deqan besuchen und ihnen eine Spende überreichen. Diese Spende betrug Fr. 1300.-- und wurde an vier Familien verteilt.
Am 22. März trafen wir uns zur ordentlichen Generalversammlung. Folgende Traktanden konnten behandelt werden:
1. Begrüssung
2. Jahresbericht und Jahresrechnung für das Jahr 2002
3. Revisionsbericht 2002
4. Ergänzung des Vorstandes
5. Kontrolle und Berichtigung der Mitgliederliste
6. Vorgesehene Aktionsprogramme
7. Verschiedenes
An der GV wurden diese Änderungen im Vorstand bestätigt.
Da unser damaliger Aktuar Marco Girolametti aus dem Verein ausgetreten ist, wurde an seiner Stelle Vorstandsmietglied Balaj Mergim als Sekretär gewählt. In den Vorstand wurden ebenfalls zwei neue Mitglieder gewählt: Agim Alaj und Pashk Simoni.
Mitte April bekam der HWV vom Kosovarischen Fernsehkanal RTK Besuch. Der Journalist, Herr Beqiri, führte mit uns ein Interview führen. Er drehte auch einen kleinen Film über den Verein mit diversen karitativen Aktivitäten, sodass später eine Sendung über den HWV Schweiz auf diesem Fernsehkanal im Kosovo übertragen werden konnte.
Anfangs Juni erhielt der Verein einen Antrag. Dieser betraf eine Frau namens Susana Dedaj. Sie war schwer Krank und musste sich dringend einer Notoperation gegen Krebs im Ausland unterziehen lassen. Der Verein spendete hierfür Fr. 1000.--
Aufgrund des Erdbebens in Algerien spendete der Verein für die Betroffenen einen Betrag von Fr. 1000.--
Ebenfalls anfangs Juni reiste der Vereinpräsident nach Albanien um nach Möglichkeiten zu suchen, auch dort Hilfsprojekte durchführen zu können. Er kontaktierte dort Nonnen des Ordens “ Töchter der göttlichen Liebe”, die ausser ihren tagtäglichen Aufgaben als Nonnen, sich auch um notleidenden und minderbemittelte Familien sorgen. Herr Gjonaj konnte zusammen mit den Schwestern einige Familien besuchen. Gesamthaft wurden Fr. 800.-- gespendet.
Während seines Aufenthaltes in Albanien konnte Herr Gjonaj auch die Missionarinnen der Nächstenliebe in Shkodër besuchen und spendete dort Fr. 1000.-
Er traf im weitern den bekannten Musikkomponisten Zef Qoba, der neben seinem Beruf als Komponist und Musikprofessor auch den Musikverein “Musikfreunde Rosafa Expression“ leitet. Dort gibt er Gratisunterricht an minderbemittelte Kinder in einen kleinen Raum von Radio Shkodra.
Die humanitäre Katastrophe, die der Angriffskrieg der USA im Irak anrichtete, hat uns im Verein sehr bewegt und dazu gebracht, den Menschen im Irak zu gedenken. Da wir eine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Caritas haben und weil die Caritas die Menschen im Irak vor Ort unterstüzt, hat der Verein "Mutter Theresa - HWV Schweiz" der Iraker-Bevölkerung über die Caritas International eineSpende von Fr. 16 500.-- überreicht.Dieser Betrag wurde hauptsächlich für Nahrung, Medikamente und Krankenhäuser verwendet. Die Caritas hat uns detaillierte Berichte zugeschickt. Neben den Berichten trafen bei uns auch zahlreiche Fotos von Projekten ein, an denen wir über unsere Spende beteiligt waren.
Im Juni wurde in Pristina vom HWV Deutschland eine humanitärere Benefizveranstaltung organisiert. Der HWV spendete einen Betrag von Fr. 5000.--.
Anfangs Juli bekam unser Verein Besuch von Don Lushi. Er wurde von uns über bisherige Arbeiten für die Armen und Notleidenden informiert. Er zeigte sich sehr zufrieden und gratulierte uns für die ausgezeichnete Arbeit, die wir für die Armen leisten. Zusammen mit Herrn Gjonaj konnte Don Lushi den HWV Mutter Theresa in Italien besuchen, wo u.a. unser Präsident Herrn Trento, den Architekten und Ideologen des „Kosovo-Friedens-Tempel“, treffen.
Ende Juni, anfangs August, konnte Herr Gjonaj zum zweiten Mal nach Albanien reisen. Er überreichte den Töchtern der göttlichen Liebe für ihre Arbeit mit den Armen eine Spende von Fr. 6000.--. Auch dem Musikprofessoren, Herrn Qoba, spendete der Verein Fr. 1200.--. Dieses Geld war für den Professoren sehr nützlich, besonders für die Renovierung eines Raumes, in dem er später die armen Kinder unterrichten kann.
Anfangs September unterstützte der Verein den Mutterverein in Pristina für die Organisation der Mutter Theresa - Gedenktage mit einem Betrag von Fr. 5000.--.
Ende September besuchte Vorstandsmietglied Agim Alaj den Mutterverein in Pristina, wo er die Führung des Muttervereins traf.
Dieses Jahr hat der Verein auch die Herausgabe des Buches „TE DEUM LAUDAMUS“ finanziert, geschrieben von Nuhi Vinca. Dabei handelt es sich um ein Gedichtbuch, illustriert mit vielen Gemälden von Mutter Theresa, die von albanischen Malern gemalt wurden. Das Herausgeben dieses Buches kostete insgesamt Fr. 5000.--.
Ab Oktober bildeten sich die drei Vorstandsmitglieder (P. Gjonaj, A. Alaj, M. Balaj,) während einiger Wochen abends am PC weiter. Da der HWV-Webdesigner selber eine PC-Schule hat, konnte der Kurs ganz genau auf die Bedürfnisse der Vereinsarbeit abgestimmt werden. Durch diesen Kurs konnten wir unsere Computerkenntnisse erweitern, insbesondere für die Verarbeitung und Gestaltung der Homepage. Der mehrwöchige Kurs konnte zu einem sehr günstigen Preis besucht werden und kostete für alle drei Personen zusammen Fr. 870.--.
Im Oktober hat der Mutterverein Pristina uns einen Antrag gestellt. Es ging um die Unterstützung der Erweiterung der Pilzfabrik in Guska mit einer zusätzlichen Abteilung, die für die Produzierung des Teiges verschiedener Art benutzt wird. Diese Erweiterung unterstützte unser Verein mit einer Summe von € 12 000.-- (Fr. 18791.40)
Aufgrund der Bitte des HWV Mutter Theresa Deutschland um Hilfe und Zusammenarbeit für die Durchführung des Projektes „Herzkranke Kinder“, hat der Vorstand beschlossen, sich an diesem Projekt zu beteiligen und die Betreuung unserem Vorstandsmitglied Herrn Alaj überlassen. Herr Alaj gelang es, durch sein aussergewöhnliches Engagement, diesen Kindern, alle von minderbemittelten Familien aus dem Kosovo, die lebensnotwendige Herzoperation zu äusserst günstigen Kosten in Lausanne zu ermöglichen. Leider sind solche Herzoperationen im Kosovo noch nicht möglich.
Der HWV Mutter Theresa Schweiz, bzw. Agim Alaj als Projektleiter, hat ausser der gesamten Organisation für die Unterbringung der Kinder im Spital, auch folgende Aufgaben übernommen:
- Abholung der Patienten und ihrer Mütter von Flughafen
- Unterbringung der Mütter mit ihren Kindern im Elternhaus
- Betreuung der Mütter mit Nahrungsmitteln
- Ausrüstung der Mütter mit Telefon und Telefonkarten
- ständige Übersetzung im Spital und draussen von Albanisch auf Fanzösisch und
vice versa
- Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Patienten und ihrer Mütter je nach Bedarf
- Besuchen der Patienten im Spital
- Koordinierung der Unterbringung einiger Elternteile bei ihren Verwandten
- Reservierung der Flugplätze für die Rückkehr
- Begleitung der Patienten und ihrer Eltern zum Flughafen für ihre Rückkehr in den Kosovo
- Kauf eines Geschenks für jedes Kind anlässlich seiner Rückkehr
In diesem Projekt wurde sehr vieles von ehrenamtlich arbeitenden, wohltätigen Menschen beigetragen, besonders für die ständige Übersetzung im Spital und für die Versorgung der Eltern mit Nahrungsmitteln. Koordinator für diesen Teil des Projektes war Herr Rekë Papazi (ehem. HWV Mitgliede).
Abgesehen von der obgenannten Arbeit hat der HWV Mutter Teresa Schweiz dieses Projekt auch noch mit Fr. 5000.-- unterstützt.
Die Operations-Kosten sowie die gesamten Organisations-Kosten übernahm der HWV Deutschland.
Anfangs November unternahm unser Verein eine spontane Aktion, die „Winterhilfe 2003/04“. Dieser Projekt wurde dieses Mal in drei Kosovo-Gemeinden durchgeführt, nämlich in Gjakova, Deqan und Klina. Insgesamt wurde mit dieser Aktion 90 Familien geholfen. Für jede Familie € 100.--, Total € 9000.-
- In Deqan mit 21 Dörfern insgesamt 39 Familien
- In Klina mit 9 Dörfern insgesamt 15 Familien
- In Gjakova mit 7 Dörfern insgesamt 36 Familien
Insgesamt waren 3 Städte und 37 Dörfer involviert.
In der Gemeinde Deqan wurde diese Aktion in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde durchgeführt. Kotaktperson unseres Vereins war Herr Alaj. Hingegen hat die Gemeinde selber die Hilfsbeträge verteilt und bei uns ist eine Liste mit Name, Adresse, Personalnummer der Familien und Unterschrift der Geldempfänger eingetroffen.
In der Gemeinde Klina ist diese Aktion in Zusammenarbeit mit dem HWV Mutter Theresa Klinë im Dezember durchgeführt worden und der Hilfsbetrag wurde an die armen Familien von unserem Vereinspräsident Herr Gjonaj, der in dieser Zeit in Kosovo unterwegs war, persönlich überreicht.
In der Gemeinde Gjakova wurde diese Aktion in Zusammenarbeit mit der Gemeinde durchgeführt. Die Hilfsbeträge wurden vom Vereinsekretär Mergim Balaj während seiner Projektreise „Kosovo/Albanien“ im Oktober mit dem Vereinsmitglied Herr Lon Lleshi den armen Familien überreicht.
Während seiner Reise in den Kosovo konnte Herr Balaj auch den vom HWV unterstützten Zahnarzt besuchen. Im Rahmen der gutgesprochenen Fr. 1000.-- konnten 36 minderbemittelte Kinder aus dem Kosovo kostenlos behandelt werden. Einige davon brauchten mehrere Sitzungen. Es wurde nur auf die Not geachtet, was sich auch in der ethnischen und religiösen Durchmischung der kleinen Patienten zeigt. Trotz guter Kontrolle und geringer Kosten verlangten wir pro Kind eine schriftliche „Beglaubigung“, welche auch alle bei uns eingetroffen sind.
Dieses Mal überwiesen wir dem Zahnarzt nochmals € 1500.- für die Behandlung der 15 Kinder mit Zahnspangen. Bislang sind bei uns die Beglaubigungen der ersten 6 Kinder, die eine Zahnspange erhielten, eingetroffen.
Im November 2003 besuchte HWV-Sekretär Mergim Balaj auf seiner Kosovo/Albanien-Reise auch die Projekte in Albanien. Er besuchte sowohl Schwester Vida Ademi als auch Musikprofessor Herrn Qoba, wo er die Gelegenheit hatte, die Ergebnisse unserer Hilfe näher zu sehen. Er konnte zusammen mit Schwester Vida Ademi einige Familien, die vom Verein Hilfe erhalten hatten, in Shkodra und Umgebung persönlich besuchen. Inzwischen konnte der Professor mit dem HWV-Beitrag und viel Eigenmitteln, den neuen und etwas grösseren Unterrichtsraum für die armen Kinder beziehen.
Ende 2003, anfangs 2004 machte Marco Girolametti (ehem. Vereinsekretär) für 3 1/2 Wochen Ferien in Mexiko. Dabei besuchte er ein selbstverwaltetes Rehabilitations-Heim für Drogen- und Alkoholsüchtige. Dabei spendete er im Namen des Vereins den Betrag von Fr. 400.--.
Ende Dezember sind im Verein zwei Hilfsanträge eingetroffen:
Bei einem handelt es sich um eine verunfallte Person namens Berisha Albert, der notfallmässig für die Arztbehandlung aus dem Kosovo nach Deutschland transportiert werden musste. Der Verein spendete Fr. 1000.--
Beim zweiten Antrag handelt es sich um ein junges Mädchen namens Njomza von Mitrovica, welches sich in Deutschland einer Operation gegen Krebs unterziehen lassen musste. Der Verein spendet hierfür Fr.1000.--
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2004
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2002
Das Jahr 2002 erwies sich als sehr erfolgreich.
Alle Tätigkeiten und Projekte können im Internet unter www.muttertheresa-hwv.org nachgelesen werden. Dort finden sich auch viele aussagekräftige Fotos.
Erleichtert konnten wir von der kantonalen Steuerbehörde Luzern, nach grossem Einsatz von unserer Seite her, die schriftliche Bestätigung für die Steuerbefreiung aufgrund der Hilfswerktätigkeit erhalten haben. Voraussetzung dafür war unter anderem natürlich der abgeschlossenen Handelsregistereintrag.
Aufgrund von Uneinigkeiten zwischen uns und dem beauftragten Anwalt konnten wir das Gütesiegel der ZEWO noch nicht beantragen.
Anfangs Jahr spendeten wir der Caritas Luzern Fr. 800.- für die Sammlung „Menschen in Not im Kanton Luzern“.
Ab Februar bildeten sich die drei Vorstandsmitglieder (P. Gjonaj, K. Tushi, M. Balaj sowie seine Frau Merita, die für uns diverse Büroarbeiten machen wird) während einiger Monate abends am PC weiter. Da der HWV-Aktuar selber eine PC-Schule hat, konnte der Kurs erstens ganz genau auf die Bedürfnisse der Vereinsarbeit und zweitens viel günstiger angeboten werden.
Ende Februar überwiesen wir Fr. 1000.- in den Kosovo, mit denen für eine ehrenamtlich tätige Ambulanz Medikamente gekauft wurden.
Ebenso traf die Lieferung der wunderschönen grossformatigen „Mutter-Theresa-Bücher“, die unser Muttervereins-Gründer, Pfarrer Don Lush Gjergji, geschrieben hat, ein, von denen wir 100 Stück in 3 verschiedenen Sprachen bestellt haben um sie in der Schweiz zu verkaufen oder zu verschenken.
Anfangs März traf das von uns in Auftrag gegebene Gemälde-Portrait Mutter Theresas ein. Dieses Gemälde ziert nun unser kleines Büro und an Sitzungen oder Informationsveranstaltungen die jeweiligen Sitzungsräume.
Ende März kamen dann aus dem Kosovo 2 Vertreter des Muttervereines aus Prishtina, der neue Direktor (Geschäftsführer) Pjetar Pergjokaj und der amtierende Kassier Zef Shala, um mit uns Projektvorschläge für den Kosovo zu besprechen. Von den 6 Vorschlägen haben wir uns für folgende 4 entschieden:
1. Pilzfabrik in Guskë, Gjakova, Kosovo (Euro 27'000.-) Arbeitsplätze für 20 Personen, davon 18 Frauen, deren Mann im Kosovo-Krieg umgekommen ist
2. Hausbau, Jagodë, Klina, Kosovo, für eine arme Witwe, die mit ihrer blinden Tochter bisher in einem stallähnlichen Gebäude hausten. (Euro 12'500.-)
3. Anteil Hausbau für Familie Aliu in Prishtina, Kosovo (Euro 4000.-)(Unfalltod der Schwägerin eines langjährigen Mutter Theresa-Mitarbeiter bedingte die Aufnahme deren Familie mit ihren 5 Kinder im Haus des Mitarbeiters)
4. Befestigung einer wichtigen Verbindungsstrasse, Klina, Kosovo (Euro 3000.- Nützt 5 Dörfern bei Schlechtwetter sehr stark)Die Gesamtsumme wurde in 2 Raten, ende März und ende April, überwiesen, damit wir eine Kontrolle über die effektiven Kosten haben. Das Total in Fr. betrug 70'000.-
Am 2. März trafen wir uns zur ordentlichen Generalversammlung. Folgende Traktanden konnten behandelt werden:
1. Genehmigung des Protokolls der letzten GV
2. Abnahme des Jahresberichtes, der Jahresrechnung, des Revisionsberichtes der Jahre 1998 – 2001 und Entlastung des Vorstandes
3. Totalrevision der Statuten
4. Genehmigung des neuen Vorstandes und der Rechnungsrevisoren bzw. Neuwahlen
5. Erlass der vom Vorstand vorbereiteten Aktionsprogramme
6. Kontrolle und Berichtigung der Mitgliederliste
7. Vorstellen der neuen Namen, der E-Mail-Adressen, der Vereins-Homepage, der Visitenkarten, der neuen Bürogestaltung, des Mutter-Theresa-Gemäldes
8. Anträge
Bestätigt oder Neugewählt wurden:
1. Als Präsident Pjetar Gjonaj, Littau
2. Als Kassier Kristo Tushi, Ibach
3. Als Aktuar Marco Girolametti, Littau
4. Als Beisitzer Mergim Balaj, Emmenbrücke
5. Als Rechnungsrevisoren Pren Kabashi, Littau und Merita Balaj, Emmenbrücke
Laufend wurde die Homepage vergrössert und neben Deutsch immer auch auf Albanisch und Englisch übersetzt.
Ende April reiste unser Präsident in den Kosovo, um die Entwicklung der Projekte vor Ort begutachten zu können. Er konnte ausnahmslos positive Rückmeldungen mitbringen. Alle Projekte wurden begonnen und entwickelten sich gut. Im weiteren konnte er Don Lush besuchen und auch gleich die albanischen Mutter Theresa-Bücher bezahlen, die wir schon seit längerer Zeit in Sursee gelagert hatten. Bei dieser Gelegenheit konnte Don Lush auch über die letzen Entwicklungen unseres Schweizer Vereines informiert werden.
Ebenfalls konnten wir wiederum vereinzelte kleine Direktspenden an minderbemittelte Familien überreichen (Fr. 200.- total).
Im Mai reiste der Aktuar in seinen Ferien nach Mexiko-City. Dabei unterstütze er im Namen des Vereines auf der Strasse lebende Kinder und Jugendliche (Betreuung, Essen, Arbeitsmaterialien, Reise zu Familien...). Als grösster Erfolg ist die Rückführung zweier Kinder (12 und 14 Jahre) in ihre Familien zu werten (Fr. 654.80).
Ebenfalls im Mai traf bei uns eine Anfrage von „Service Civil International“ ein. Wir sollten einen Transport mit einem Beitrag von Fr. 2000.- unterstützen, bei dem diverse Spielsachen und Kinderkleider (von der Caritas gespendet) nach Vuqitern, Kosovo gesendet wurden.
Im Sommer reiste Beisitzer M. Balaj in seinen Ferien in den Kosovo, wo er mit dem Zahnarzt Engjell Lleshaj wegen dem Projekt „Gratisbehandlung für Kriegswaisen- und Halbwaisen“ Kontakt aufnahm. Beim Projektbesuch im April durch den Präsidenten, lag der Zahnarzt leider infolge eines Unfalles im Gips, weshalb das Projekt aufgeschoben werden musste.
Mitte August leisteten wir einen Beitrag von Fr. 1500.- an die Kosten für eine dauerhafte Gehörprothese eines von Geburt auf gehörlosen Mädchens aus Gjakovo, Kosovo. Die Behandlungskosten in einem deutschen Spital wurde vom „Malteser Hilfsdienst Deutschland“ sichergestellt.
Mitte September folgte eine weitere grosse Überweisung. Die ehrenamtlich tätige Ambulanz in Viti, Kosovo erhielt für den Neubau Fr. 10'000.-, was den Gesamtkosten aller Fenster und Türen entsprach.
Im Oktober reisten drei Vorstandsmitglieder mit einem Vereinsmitglied und seiner Freundin für 4 Wochen nach Indien und Nepal. Das Ergebnis dieser Projektreise (teilweise verbunden mit Ferien, da wir alle unbezahlten Urlaub nehmen mussten) sieht wie folgt aus:
Kalkutta, Indien
1. Besichtigung des Mutter Theresa-Mutterhause
2. Besichtigung und "Feier" am Grab von Mutter Theresa
3. Mitarbeit in mehreren Häusern/Heimen von MT
4. Überbringen einer finanziellen Spende von CHF 5'000.-
5. Arbeit auf der Strasse (rund CHF 1'800.-)
a) Grundnahrungsmittel und Waschmittel
b) Medikamente
Schule in Katihaar, Bihar, Indien
1. Anhebung des gesamten Grundstückes
2. Ummauerung des gesamten Grundstückes
3. Lieferung von qualitativem Unterrichtsmaterial für die Lehrer
4. Ausbildung der Lehrer (noch offen)
5. Einsatz von Praktikanten oder Pädagogen aus dem Ausland (noch offen)
Die Gesamtkosten belaufen sich für diesen Aufenthalt auf CHF 7'000.-
Katmandu, Nepal
1. Besichtigung des Mutter Theresa-Haupthauses
2. Besichtigung eines Kinder- und eines Alten/Behindertenheimes
3. Spende an das Mutter Theresa-Werk Nepal: Wir konnten den "Missionaries of Charity" für ihre fantastische Arbeit in Nepal CHF 2'700.- .übergeben. Zudem gedenken wir, je nach Spendeneingang evt. jährlich einen Beitrag auf Nepal an die "Missionaries of Charity" von Mutter Theresa zu überweisen.
4. Unterstützung auf der Strasse einiger Strassenkinder (Faserpelzjacken, mit Farbe unverkäuflich gemacht) und von in Zelten lebenden Indern (Nahrungsmittel)
Dehli, Indien
Vereinsmitglied P. Doppmann hält sich zurzeit noch immer in Dehli auf, wo wir die Projekt-Arbeit der Schweizerin Pia Schmid (Frauenprojekte, Slumhilfe...) je nach Projektverlauf mit einem grösseren Betrag unterstützen werden. Über die konkreten Projekte werden wir anfangs 2003 im Internet berichten.
Mitte Dezember konnten wir die erste Hälfte (Fr. 1500.-) der Projektgutsprache *Zahnarzt Engjell Lleshaj, Projekt „Gratisbehandlung für Kriegswaisen- und Halbwaisen“* überweisen, da das Projekt nun gestartet wird.
Zur gleichen Zeit besuchte uns der Bischof des Kosovo offiziell. Dabei konnten wir über unseren Verein berichten und er über seine Sorgen als Seelsorgearbeit. Er zeigte sich überzeugt und erfreut über unsere Transparenz und die grosse Leistung in der vergangenen Zeit.
Wir erfuhren von ihm, dass laufend, erst recht vor den Festtagen, viele hilfsbedürftige Personen aller Glaubensrichtungen an den Bischof gelangen und um Hilfe bitten. Die finanzielle Lage des Bistums im Kosovo ist natürlich nicht sehr erfreulich und so müssen immer wieder sehr viele Menschen mit leeren Händen (abgesehen von der Seelsorge) nach Hause geschickt werden.
Deshalb gaben wir ihm Fr. 3000.- mit, die für Menschen in solchen Situationen eingesetzt werden können.
Über die Jahreswende reiste Präsident Gjonaj nochmals in den Kosovo. Im Prinzip war diese Reise als Ferien gedacht gewesen. Aber, wie anzunehmen, wurde daraus wiederum eher eine Projektreise. Die Vertreter des Muttervereines luden ihn ein. Dort konnte er ausführlich über unsere Projekte in Indien und Nepal berichten. Als er dem Mutterverein einen Betrag von Euro 2000.- übergeben wollte, bestanden die Vertreter darauf, dass unser Präsident persönlich mit Ihnen in die Gemeinde Gjilan, Kosovo zur Familie Kadriu fahren solle. Dort könne er die 2000.- Euro persönlich überreichen und sich über die Verwendung ein klares Bild machen. Infolge des starken Erdbebens im Frühjahr dieses Jahres erlitt das alte Haus enormen Schaden und musste zum Teil neu gebaut werden.
Darüber hinaus konnte der Präsident auch die Pilzfabrik in Guskë besuchen, die in der Zwischenzeit die Arbeit aufgenommen hatte.
Als Abschluss der Reise organisierte der Pfarrer der örtlichen Gemeinde (der Pfarrer, der jahrelang die albanische Katholische Mission in der Schweiz geleitet hat) im Pastoralzentrum von Jagode, Kosovo, für Interessierte Gemeindemitglieder der Kirche einen Vortrag unsere Indienreise. Unser Präsident war nicht wenig überrascht, als sich der Saal mit über 100 Personen aller Altersstufen füllte. Der Vortrag, der mit Videomaterial bereichert wurde, war ein voller Erfolg und erfreute die Herzen der Zuhörer, die selber vielleicht niemals nach Indien reisen können werden, in die Wahlheimat ihrer geliebten Landsfrau „Mutter Theresa“.
Vorsitz des Vereins
Littau, März 2003
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2001
Die Bemühungen des Vorstandes im Jahre 2000, dem Verein nach Kriegsende im Kosovo neu und besser zu organisieren, um neue Projekte in Angriff nehmen zu können, zeigten positive Ergebnisse. Nicht zuletzt dank Neuwahlen, welche zur fast kompletten Neuzusammensetzung des Vorstandes führten, verbesserte sich die allgemeine Lage und die Motivation im Verein.
Im Jahre 2001 konnten als Folge davon auch bereits wieder mehrere Projekte realisiert werden. So reisten zwei unserer Vorstandsmitglieder in den Kosovo um dort einerseits direkte Hilfe zu überbringen und andererseits mit dem Mutterverein in Prishtina zusammen zu treffen. Dort ging es vor allem um die gesamte Neuorientierung aller HWV-Hilfsvereine und verbesserten Austausch. Die Lage im Kosovo wurde besprochen und Abmachungen für einen Besuch von Vorstandsmitgliedern des Muttervereins in der Schweiz getroffen, wo dann die effektive Neustrukturierung vorgenommen werden sollte.
Ein Hauptthema war ein grosses Projekt, das wir im Kosovo realisieren wollten. Dazu brauchten wir die Beratung der dort ansässigen HWV-Vereine.
Konkret wurde als grösstes Projekt Fr. 30'000.- für die Winterhilfe an Vertriebene aus Mazedonien gewährt. Das Geld kam Menschen zugute, die den Winter in Notzelten verbringen mussten.
Ein anderes Projekt galt Invaliden und Schwerbehinderten aus verschiedenen Gemeinden im Kosovo. Die persönliche Überbringung kleiner Geldspenden an diese Menschen stand im Zentrum und war auch als Zeichen der Hoffnung gedacht.
Eine weitere Spende ging an den Mutterverein in Prishtina, mit dem Zwecke der Obdachlosenhilfe.
Parallel zu den Änderungen und der Aufarbeitung der Unterlagen und Projekte der vergangenen Jahre, was noch immer andauert, trafen wir ende 2001 in der Schweiz dann mit den Vertretern des HWV Prishtina zusammen.
Als Folge davon wurden alle Sektionen in der Schweiz aufgehoben. Als einziger Verein bleibt unsere Zentrale in Littau bestehen. Es wird nur noch ein einziges zentrales Sammelkonto geführt. Bei Bedarf können wieder regionale Sektionen gegründet werden.
Unsere Statuten wurden den neuen Bedürfnissen und ans ZGB angepasst. Wir erarbeiteten uns ein neues, zeitgemässeres und einheitliches Auftreten. Dies konkretisiert sich in einer eigenen Webdomäne, einer Homepage, E-Mail-Adressen, Visitenkärtchen, neuem Briefpapier und der Anschaffung der allernötigsten Büromaterialen.
Ein weiteres grosses internes „Projekt“ ist die offizielle Anmeldung durch einen Handelsregistereintrag, Aufnahme in die kantonale Steuerbefreiung und Auszeichnung durch die ZEWO. Als letzte Vorarbeit gilt es, anfangs 2002 eine GV einzuberufen und die ganzen Anpassungen und Projekte durch die Mitglieder abnehmen zu lassen.
Dann sollte es im Frühling 2002 mit Mitgliederwerbung, Spendensammeln und der eigentlichen Projektarbeit weitergehen.
Vorsitz des Vereins
Littau, Februar2002
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 2000
Da der Verein, der doch auf eine 10jährigen Tradition zurückschauen kann, drohte, in Passivität zu verfallen und schon Gedanken aufkamen, ihn aufzulösen, beschlossen einige aktivere Mitglieder, dass die ganze Vereinstätigkeit und alle Verpflichtungen sauber abgeschlossen werden müssen. Mit Wehleiden traten dann einige an, diese Arbeiten zu übernehmen.
Dazu gehörten viele interne organisatorische Arbeiten. Besonders die Räumung und Kündigung der 3 Lagerräume (Siegrist Littau; Bauer Malters; Grossmatte Littau) und des Büros in der Grossmatte, Littau beanspruchten viel Zeit. Die Räumungen waren schon aus finanziellen Gründen notwendig.
Bald schon wurde aber klar, dass gerade die Kriegsopfer nach dem Krieg oft noch viel dringender Hilfe benötigten und darum beschlossen wir, die Weiterführung unseres erfolgreichen und praxiserprobten Hilfsvereins zum Hauptthema der nächsten GV zu machen.
Da die Zeit drängte, wurde diese GV bereits auf ende Mai angesetzt. Davor trafen sich einige Mitglieder in mehreren vorbereitenden Sitzungen.
Am 27. Mai, einen Monat vor Schliessung des Büros, fand diese GV, an der die aktuellen Probleme besprochen wurden, statt. Anwesend waren auch verschiedene Repräsentanten der Sektionen. Dabei wurde einstimmig festgestellt, dass die Vereinsarbeit keineswegs aufhören darf, sondern das Werk von Mutter Theresa weitergeführt werden muss. Es wurde beschlossen, dass in einigen Tagen nochmals eine GV stattfinden soll, an der Neuwahlen des Vorstandes stattfinden und die Vereinszukunft besprochen werden sollten.
Am 11.6.00 fand diese zweiten GV statt. Diesmal waren nur noch Mitglieder der Koordinationsstelle Luzern anwesend, da die Sektionen den Neuaufbau dem aktivsten Büro Luzern übertrugen. Neben dem verbleibenden Vorstandsmitglied Pjetar Gjonaj, der zum neuen Präsidenten gewählt wurde, kamen 6 neue Mitglieder in den Vorstand. Als Ziel wurde eine Erhöhung der Mitgliederzahlen und eine Weiterführung der humanitären Arbeit an Notleidende beschlossen.
Der so neu formierte Vorstand versuchte danach, wiederum in ehrenamtlichen Abend- und Nachtstunden, mehrmals Spendenaktionen zu starten. Bedingt durch die Ferienzeiten im Sommer und Herbst und durch das nachlassende Interesse der Spendenwilligen am Kosovo (weil der Krieg zu ende war), blieben die Ergebnisse allerdings sehr ernüchternd.
Für Neujahr starteten wir nochmals ein Projekt, mit dem Ziel, Geschenke für Kinder, die im Krieg ihre Eltern verloren hatten, zu sammeln.
Im grossen und ganzen hatte wir die Vereinstätigkeit so angepasst, dass wir bei minimalsten finanziellen Verpflichtungen unsere Arbeit weiterführen konnten.
Neue Projekte und damit auch neu motivierte Mitglieder waren aber auf neu eingehende Spenden angewiesen. So galt es, neben unserer Arbeit auch weiterhin auf die karitative Mithilfe von guten Menschen zu hoffen und warten.
Noch immer war das Ziel, einen aktiveren Vorstand zu gewinnen, der den Verein zu einem neuen, leistungsfähigen und international tätigen Hilfswerk machen könnte.
Vorsitz des Vereins
Littau, Februar 2001
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 1999
Hauptsächlich wurden im 1999 die Tätigkeiten von 1998 weitergeführt. Das ganze Jahr stand ganz im Zeichen der Organisation und des Transportes der Hilfsgüter in den kriegsgeschüttelten Kosovo und die kosovarischen Flüchtlinge in Albanien und Montenegro.
Weil die Lage im Kosovo noch immer sehr dramatisch war, sich gar noch verschlechterte, nahmen die Material- und Geldspenden aus der Schweiz weiterhin zu.
Durch die Kriegssituation bedingt, wird der direkte Transport der Hilfsgüter in den Kosovo verunmöglicht. Bis im März war es vereinzelt noch möglich, die Notleidenden zu erreichen, doch mit den Angriffen der NATO waren auch diese Aktionen nicht mehr möglich.
So konzentrierten wir unsere Transporte auf die Flüchtlingsgebiete in Albanien und Montenegro. Die gesamte Organisation der Transporte aus der Schweiz bis in die Flüchtlingslager wurde durch unseren Hilfsverein getätigt.
Wie schon im 1998 waren alle Helfer freiwillige Berufstätige. Jeden Abend und praktisch jeden Samstag und Sonntag trafen wir uns in Littau. Eine Gruppe war ständig daran, die LKW einzuladen, andere kümmerten sich um die laufend eintreffenden Hilfsgüter und deren Einlagerung.
Gleichzeitig war die Bürogruppe damit beschäftigt, sämtliche administrative Abläufe zu organisieren und zu tätigen.
Die einzige Abgeltung des Vereins bestand darin, dass bei extremen Nachtschichten ein Nachtessen offeriert wurde.
Wir standen vor vielen Problemen. Keiner von uns war beruflich im Büro tätig. Sprach-, Grenz- und Organisationsprobleme mit all den unterschiedlichen Formularen und Papieren zerrten doch an unseren Kräften. Aber im Wissen um die Bedürftigen, die vollständig von solchen Hilfsgütern abhingen und im Gedenken an Mutter Theresa, die ein Leben lang selbstlos den Armen half, verrichteten wir unsere Arbeit doch immer mit Freude.
Zum Glück konnten wir immer wieder auf die freiwillige Mitarbeit von Asylsuchenden aus den umliegenden Asylbewerberzentren sowie weiteren Freiwilligen zählen. Auch sie arbeiteten unentgeltlich und waren mit gelegentlichen Mittag- oder Abendessen zufrieden.
Unwahrscheinliches Glück, das Glück der Hilfsbereiten?, hatten wir bezüglich der für den Transport benötigten Finanzen. Oft standen wir vor unbezahlten Rechnungen bei gleichzeitig leerer Vereinskasse. So mussten oft Mitglieder mit ihrem privaten Vermögen einspringen. Schlussendlich konnten eingehende Spenden diese Negativbilanzen ausgleichen und alle Helfer erhielten ihr Geld zurück.
Mit Ende des Krieges am 6. Juni 1999 verändert sich die Arbeit des HWV schlagartig.
Viele unserer wertvollen, ehrenamtlichen Helfer und Mitglieder mussten in den Kosovo reisen, um ihre Familien zu unterstützen.
Unsere Lager wiesen aber noch viel Material auf. Viele Kleider waren unbrauchbar, Medikamente abgelaufen. Da nach Kriegsende praktisch keine Hilfsgüter mehr eingingen und aktive Helfer immer seltener wurden, waren wir gezwungen, bald einige Lagerräume zu räumen.
So ging auch diese Jahr arbeitsintensiv und erfüllend zu Ende. Das kommende Jahr wird zeigen, wie es mit unserem Verein weitergehen wird.
Vorsitz des Vereins
Littau, Januar 2000
Jahresbericht der "Mutter Theresa - HWV Schweiz" für das Jahr 1998
Der Verein, der 1990 – 1995 sehr aktiv war, hatte in den Jahren 1996 – 1997 infolge der serbischen Sanktionen der Hilfsgüter-Transporte eine deutliche Passivität erlebt.
Anfangs 1998 wuchsen die Anzeichen auf einen brutalen Krieg im Kosovo. Das Gefühl, dass dieser Krieg viele Massaker, Misshandlungen und Vertreibungen verursachen wird, konnte nicht mehr verdrängt werden.
Bereits zu Jahresanfang trafen diese schlimmen Befürchtungen leider ein. Es begann mit einzelnen Erschiessungen und vielen ungesetzlichen Gefängnisinhaftierungen.
Die eigentliche Wende zum Bösen brachten aber die weltweit beachteten Massaker von „Racak“ und „Prekaz“. Es war nun allen klar, dass ein grausamer Krieg bevorstand, wo die völlig ungeschützte kosovarische Bevölkerung den im Blutrausch stehenden serbischen Söldnertruppen gegenüberstand.
Sofort begannen sich in der Schweiz Albaner und Schweizer Gedanken über Hilfsmöglichkeiten zu machen. Das Telefon des „Mutter Theresa-Hilfsvereins“ begann heiss zu laufen. Auch die katholische Albanermission unter Pfarrer Kohla erhielt eine Flut von Anrufen. Alle erkundigten sich, ob und wie sie der notleidenden Bevölkerung im Kosovo helfen könnten. Da dieser Pfarrer damals aber als einziger für die Seelsorgerische Arbeit der ganzen Schweiz zuständig war, konnte er sich unmöglich noch um diese sehr grosse Angelegenheit kümmern.
Also trat er mit der Bitte an unseren Verein, diese Hilfstätigkeit zu koordinieren. Der damalige Präsident Dedaj Xheloc und der damalige Koordinator Pnishi Marian entschieden sich, diese grosse Aufgabe anzunehmen. Das Vereinsmitglied Gjonaj Pjetar wurde angefragt, ob er die gesamte Material-Eingangsorganisation übernehmen könne.
Zum Sekretär wurde Sadiku Safet, zum Administrator Gashi Arber, zum Verantwortlichen für Medikamente und Gesundheit Hagjocaj Fadil, für interne Transporte (Personentransporte etc.) Bushi Nikoll, Deva Fatmir und Duzhmani Gjokë und zu Lagermitarbeitern Kabashi Pren, Hogja Avni sowie Hogja Feim bestimmt.
Zum Berater wurde Pfarrer Kola Alexander gewählt.
Nach einer ersten Sitzung wurde beschlossen, zu versuchen, dass jede albanische und freiwillig auch einige schweizerische Familien, je 1 Hilfspaket spenden sollten, das nachher in den Kosovo gebracht würde.
Diese Aktion war überaus erfolgreich, sodass wir alle anderen H.W.V.-Vereine und Sektionen zum Mitmachen bewegen konnten. Nach nur einem Monat Sammeltätigkeit hatten wir über 30’000 kg Hilfsgüter beisammen.
Neben Kleidern und Esswaren trafen vor allem Medikamente und andere Artikel des alltäglichen Bedarfs ein. Von dieser Flut an Hilfsgütern überrascht, mussten wir sehr schnell ein Material-Depot, dann ein zweites und schliesslich ein drittes mieten. Eines fand sich bei der Firma Siegrist in Littau, eines bei einem Bauern in Malters und eines in der Grossmatte, Littau.
Einige Depots mussten wir nach kurzer Zeit wieder wechseln.
Anfangs Mai hatten wir so viel Material zusammen, dass wir unsere 2 ersten Transporte mit zusammen 32 Tonnen Hilfsgüter in den Kosovo schicken konnten. Doch gerade diese 2 Transporte verliefen nicht glücklich.
An der jugoslawischen Grenze wurden sie aufgehalten und zur Rückkehr gezwungen. Dies verursachte hohe Kosten, viel Mehrarbeit, grosse Frustration und nochmals eine Leidenssteigerung bei den darauf so sehr angewiesenen Opfern.
Uns blieb nichts anderes übrig, als das gleiche Material nochmals gegen gleichviel Geld zu den kosovarischen Flüchtlingen nach Albanien zu senden
Aber auch jetzt wollte uns das Glück nicht beistehen. Die LKWs der Firma Danzas, für den Transport in den Kosovo vorgesehen, konnten auf den unbefestigten Strassen in Albanien nicht weiterfahren. Dadurch musste die gesamte Ladung für viel weiteres Geld auf kleinere Transporter umgeladen und weiterbefördert werden.
Schlussendlich aber erreichten die Waren die darüber überaus frohen Flüchtlinge, die unter freiem Himmel und ohne jegliche Versorgung elementar auf solche Hilfssendungen angewiesen waren.
Nachdem immer mehr Flüchtlinge nach Montenegro strömten, organisierten wir auch Hilfssendungen dorthin. Einige davon gingen via Eisenbahn, der Rest mit LKWs.
Aufgrund des zunehmenden Weltdrucks, der auf die jugoslawische Regierung ausgeübt wurde, mussten die Serben die Grenzen für Hilfsgüter lockern.
Da sich unsere Tätigkeit nun auf den Kosovo, Montenegro und Albanien ausgeweitet hatte, nahm unsere Arbeit nochmals enorm zu. Pro Woche verliessen bis zu 3 grosse LKWs und manchmal noch einige kleinere die Schweiz.
Zum Glück nahm aber auch die Zahl der freiwilligen Helfer zu. Neben vielen individuellen Helfern albanischer oder schweizerischer Abstammung, waren es auch albanische Verein, die katholische Albanermission und viele schweizerische, katholische und evangelische Kirchgemeinden sowie weltweit bekannte Organisationen, namentlich CARITAS, Heilsarmee, HEKS, Gemeinde gemeinsam und Spasimo (Vereinigung von Bosniern und Schweizern für die Bosnienhilfe damals).
Die gesamte Arbeit war ehrenamtlich und rein humanitär organisiert. Geld brauchten wir fast ausschliesslich für die Transportkosten der Hilfsgüter und die Material-Lager.
Bemerkenswert war unser Erfolg auch angesichts der Tatsache, dass keiner von uns beruflich mit einer gleichartigen Arbeit oder im Büro zu tun hatte. Fast alle arbeiteten auf dem Bau und machten diese humanitäre Arbeit neben dem Berufsalltag, abends, nachts und an allen Wochenenden.
Aus allen Teilen der Schweiz kam Material zu uns, welches dort, oft von H.W.V.-Vereinen, ebenfalls ehrenamtlich in Nacht- und Wochenendarbeit gesammelt, sortiert und weitergeleitet wurde.
Gegen Jahresende wurde der Krieg im Kosovo immer dramatischer und brutaler. Die schrecklichen Bilder und laufenden Informationen, die uns täglich erreichten, zeigten einen brennenden, zerstörten Kosovo, vernichtete Dörfer, Massengräber und unzählige Opfer von Gräueltaten.
Sie liessen die ganze Welt nicht mehr ruhig schlafen, noch weniger uns, die direkten Familienangehörigen. Diese Untaten stoppten auch nicht vor Alten und Kindern.
Wer nicht von den serbischen Polizisten brutal aus den Dörfern vertrieben wurde, flüchtete selber in die Wälder.
Durch diese all zu schrecklichen Berichte aufgewühlt, wiesen einige Sammelaktionen, z.B. jene der Glückskette, Rekordergebnisse in ihren Sammelergebnissen auf.
Alle unsere Mitarbeiter genossen grosses Vertrauen. Wer über eine so lange Zeit, so viel ehrenamtliche Arbeit zu leisten bereit war, bewies damit auch seine ehrenhafte Absicht.
Schlimm war deswegen auch für uns und alle im Namen Mutter Theresas und für die Notleidenden Arbeitenden, als wir gegen Jahresende durch einen Zeitungsartikel vernahmen, dass in einem unserer LKWs Waffen gefunden wurden. Es war für viele ein Schock. Nicht, dass solche Vergehen nicht auch anderswo vorkommen könnten oder dass wir glaubten, dies könne bei uns nicht passieren, aber bis es eben geschah, dachten einfach niemand von uns an so etwas. Es schadet dem Namen und dem Ansehen aller ehrenamtlich Tätigen und indirekt natürlich auch den Notleidenden.
Gänzlich daneben ging auch der Kauf von ausgedienten LKW der Schweizer Armee. Vorbehaltlos wurden diese LKWs durch das Schweizer Militär an den albanischen Verkäufer (nicht Vereinsmitglied) verkauft, mit dem Zweck, sie für den Hilfsmitteltransport in den Kosovo und dort dann als Transportmittel zu verwenden.
Die italienischen Grenzbeamten liessen die mit Hilfsmitteln gefüllten LKWs dann aber nicht mehr weiterreisen.
Neben den zusätzlichen Kosten, ergab sich für den HWV aber noch ein weiteres Problem, denn die LKWs wurden in unserem Namen auf den Weg gesendet. Evt. im Zusammenhang mit dem einzelnen Waffenfund, wurden langwierige Untersuchungen vorgenommen, die teilweise noch andauern.
Dass das Schweizer Militär diese LKWs zum Zwecke der Nothilfe verkauft hat, scheint bisher wenig zu helfen. Und so stehen die LKWs noch immer an der italienischen Grenze und wollen niemandem gehören.
Das Schweizer Militär hat den Verkaufserlös, wir die Probleme.
Dieser einzige Vorfall beeinträchtigte unserer Hilfstätigkeit zum Glück nicht. Die Hilfsgüter trafen laufend in grossen Mengen ein, wurden von uns organisiert, verladen und versendet.
Die Jahreswende ging beinnahe nahtlos vorüber. Unser Team hatte sich gut eingespielt, jeder hatte seine Stärken und seine Aufgaben und die Berichte über die Ankunft der Hilfsgüter bei den Opfern des Terrors stärkten unseren Durchhalte- und Arbeitswillen immer wieder aufs neue.
Dank der spontan eintreffenden Spenden, konnten wir auch immer wieder alle jene Vorschüsse zurückzahlen, die von Vereinsmitgliedern gemacht wurden, um Transporte zu finanzieren.
Wir vertrauten wahrlich auf Gott und unser Vertrauen wurde belohnt.
Vorsitz des Vereins
Littau, Januar 1999




